Gefährliches Corona-Krisenmanagement

Corona Krisenmanagement
Ein anderes Corona-Krisenmanagement ist möglich.
Lesen Sie dazu die Rede an die Nation eines Notfallpsychologen oder Corona-Massenhysterie aufgeklärt.

Potsdam, den 28.03.2020
Dipl.-Psych. Enrico Möglich
Fachpsychologe für Notfallpsychologie BDP

Unser aktuelles Corona-Krisenmanagement widerspricht allem, was zur Krisenintervention gelehrt wird und was ich seit Jahren als Fachpsychologe für Notfallpsychologie erfolgreich anwende. Anstatt die Gemeinschaft der Menschen in der Krise zu stärken, isolieren wir Menschen und untersagen Sozialkontakte. Anstatt Menschen zu aktivieren und die Krise anzunehmen, verordnen wir Passivität und Rückzug. Anstatt kompetent mit der Krise umzugehen, heizen wir die Krise weiter an.

Das Motto, wir müssen so viele Menschen wie möglich retten, koste es, was es wolle, ist ein medizinisches Dogma. Fragen der Verhältnismäßigkeit, der Nebenwirkungen und Langzeitfolgen auf psychosozialer und wirtschaftlicher Ebene müssen aber auch thematisiert werden. Psychologisches Wissen zur konstruktiven Bewältigung von Krisen scheint in den verantwortlichen Gremien nicht vorhanden zu sein oder findet keine Beachtung. Dabei ist die Psyche des Menschen ein elementares, starkes und gleichzeitig sensibles Wesen.

Unsere flächendeckende soziale Isolation wird weitreichend und langfristig negative Folgen für die psychosozialen und wirtschaftlichen Strukturen unserer Gesellschaft haben. Die Auswirkungen sind bereits jetzt zu spüren und werden sich in den nächsten Jahren potenzieren bzw. auf Jahrzehnte unser Zusammenleben stören.

Klienten berichten von permanentem Kindergeschrei in Wohnsiedlungen. Eltern mit Kindern werden von Kinderspielplätzen oder aus öffentlichen Gebäuden vertrieben. Menschen werden beim Ordnungsamt gemeldet. Notwendige Behandlungen und Therapien werden eingestellt. Ältere Menschen werden vorzeitig aus der Reha entlassen. Beim Sterben dürfen Angehörige nicht dabei sein. Die Existenzgrundlage wird gerade vielen Kleinunternehmern, Künstlern, Gastronomen und Freiberuflern entzogen. Menschen verlieren ihr Vertrauen in den Staat bis hin zum Nachbarn. Eltern versuchen zu Hause Homeoffice plus Kinderbetreuung plus Haushaltsversorgung plus Schulbildung unter einen Hut zu bringen. Überforderung und Unterforderung liegen Tür an Tür.

Die Spaltung der Gesellschaft wird zwischen Alt und Jung, Arm und Reich, Gewinnern und Verlierern tiefe Narben hinterlassen. Der steigende Druck in den Wohnungen, in der Gesellschaft wird anschließend in Aggressivität oder Resignation seinen Ausdruck finden. Bereits jetzt steigen häusliche Gewalt und eine erhöhte Suizidrate ist zu erwarten. Menschen in den sozialen Berufen werden die Auswirkungen am stärksten zu spüren bekommen.

Dass es nach der Corona-Krise nicht einfach weiter gehen wird wie bisher, ist inzwischen den meisten Menschen klar. Auch die Vorstellung, alle werden für ihre Verluste entschädigt, ist irrsinnig. Wir leben seit Jahren über unsere Verhältnisse und das Corona-Krisenmanagement setzt dem Ganzen die Krone auf. Eine Staatsverschuldung verlagert die Folgen unseres Handels nur auf die nächste Generation. Vieles spricht für eine kommende Wirtschaftskrise und in jeder Rezension sterben Menschen. Z.B. starben nach der Lehman-Brother-Pleite zwischen 2008 und 2010 allein eine halbe Millionen Krebspatienten weltweit an den finanziellen Folgen und den Einsparungen im Gesundheitssystem (Lancet). Auch die Krise nach der Corona-Krise ist Teil unseres aktuellen Krisenmanagements und muss Beachtung finden.

Es ist gut, sich mit den langfristigen Folgen auseinander zu setzen und es ist gut, das Krisenmanagement der Bundesregierung kritisch zu hinterfragen. Es handelt sich beim Corona- Virus nicht um ein gefährliches Virus wie die Pest. Dennoch hat inzwischen die Mehrheit der deutschen Bevölkerung, gerade auch junge und gesunde Menschen, Angst vor einer Infektion. Die Ängste werden medial und durch die behördlichen Maßnahmen weiter verstärkt. Das Argument, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung nicht irren kann, sticht nicht. Das wissen wir aus Untersuchungen über Massenhysterien und Gruppendenken. Auch gehen Nationen wie Schweden oder Brasilien einen anderen Weg und zeigen, dass unsere Maßnahmen nicht alternativlos sind.

Auch die Chinesen haben sich entschieden, den Infektionsherd zu isolieren. Es wurde lediglich die Region Wuhan mit 60 Millionen Menschen isoliert, aber nicht ganz China lahmgelegt. Auf die Gesamtbevölkerung von China bezogen, sind 60 Millionen Menschen ca. 4 Prozent der Bevölkerung. Gleichzeitig konnten also 96 Prozent der gesunden Strukturen des Landes weiterarbeiten, um die Ressourcen zur Bewältigung der Folgen für die Menschen in Wuhan bereit zu stellen. In Relation zu Deutschland hieße das, eine Region mit ca. 3,5 Millionen Menschen zu isolieren. Die deutsche Regierung hat sich aber entschieden, flächendeckend das wirtschaftliche und soziale Leben anzuhalten. Anstatt die gefährdeten Menschen mit Vorerkrankungen zu isolieren bzw. zu schützen, schwächen wir unsere gesunden Strukturen.

Gerade in Krisen mit hohem emotionalem Druck muss es der Minderheit möglich sein, ihre Meinung zu äußern. Wer der Meinung ist, wir können ja alle unsere Meinung sagen, nur diese nicht, engt kognitiv ein. Genau das passiert gerade beim Thema Corona-Virus und Corona- Krisenmanagement. Personen, die ihre kritische Meinung veröffentlichen, werden medial diffamiert. Das Vertrauen unter den Menschen bzgl. eines offenen Meinungsaustauschs sinkt. Es bilden sich bereits geschlossene Gruppen, um kritische Meinungen äußern und austauschen zu können. Das Vertrauen in die inländischen Informationen und Medien sinkt, sodass Menschen anfangen, auf andere Informationsquellen auszuweichen. Wir erklären unseren Kindern, mit wem oder worüber sie offen reden bzw. nicht reden dürfen.

Durch den hohen Konformitätsdruck, sich mit den Gedanken oder dem Verhalten in den Mainstream einzuordnen, werden aber wichtige Informationen unterdrückt, logische Schlüsse erschwert und konstruktive Handlungen verhindert. Vor dem Hintergrund medial aufgeheizten Sterbens erleben wir eine stark emotionale Betrachtung der Gefahrenlage, rationale Denk- und Handlungsweisen werden zurückgedrängt. Ein Gefühlschaos aus Angst und Wut ist menschlich, kann aber im schlimmsten Fall zu Resignation oder Panik führen. Eine Betrachtung mit einem gewissen Abstand, weniger gefühlsbeladen und mit Weitsicht ist auch in dieser Krise angezeigt. Es muss in Deutschland eine Debatte um die Maßnahmen zur Bewältigung der Krise stattfinden. Ein anderes Corona-Krisenmanagement ist möglich! Lesen Sie dazu die Rede an die Nation eines Notfallpsychologen.

Wer sich eine umfassende Meinung zur Corona-Krise bilden möchte, sollte Interviews und Internetseiten von folgenden Experten lesen:

– Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, Mikrobiologe
– Prof. Dr. Karin Mölling, Virologin
– Prof. Dr. Stefan Hockertz, Immunologe
– Prof. Dr. Andrea Edenharter, Rechtswissenschaftlerin
– Julian Nida-Rümelin, Philosoph
– Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Psychologe
– Dr. Wolfgang Wodarg, Arzt

Durch die Verlängerung der Corona-Maßnahmen trotz sinkender Patientenzahlen auf Corona-Stationen, habe ich die in diesem Artikel geäußerte Vermutung einer Massenhysterie am  20.04.2020 untermauert. Lesen Sie dazu die Seite Corona-Massenhysterie aufgeklärt.